Projekt
Progether — die datengetriebene Gesundheitsakte bei Prostatakrebs
Eine persönliche Gesundheitsakte, die klinische und genetische Daten in verständliche Erkenntnisse übersetzt — und mit Einwilligung in Forschung.
Das Problem
Eine Prostatakrebs-Diagnose kommt als Stapel Dokumente: Befunde, Bildgebung, PSA-Verläufe, genetische Panels — jedes in einem anderen System, nichts davon verbunden, und nichts davon in einer Form, mit der Betroffene arbeiten können.
Was entstanden ist
Progether ist eine persönliche Gesundheitsakte, die um den Patienten herum gebaut ist, nicht um die Klinik. Sie übernimmt klinische Befunde und DNA-Daten, normalisiert sie zu einem Verlauf und macht daraus konkrete Erkenntnisse: was ein steigender PSA-Wert bedeutet, zu welchen Studienkriterien ein genetischer Marker passt, was beim nächsten Termin zu fragen ist.
Patienten konnten sich über die Plattform mit behandelnden Ärzten verbinden und — nach ausdrücklicher Einwilligung — anonymisierte Daten in Forschungskohorten einbringen.
Meine Rolle
Technischer Mitgründer und Geschäftsführer. Ich verantwortete Architektur und Engineering-Team und habe die Plattform vom Prototyp zu einem Produkt geführt, das echte Patientendaten verarbeitet — mit allem, was das an Compliance bedeutet.
Was dafür nötig war
- Ein Datenmodell, das heterogene klinische Befunde aufnimmt, ohne die medizinische Nuance wegzuglätten
- Einwilligung als erstklassiges Konzept statt als Häkchen — Freigabe und Widerruf pro Datenkategorie
- Eine Forschungs-Pipeline, die Kohorten exportiert, ohne je Identität zu exportieren